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Das nächste große Ding ist regional

Wer hätte vor einigen Jahren gedacht, dass ausgerechnet Offenbach am Main einmal zu den großen Aufsteigern eines deutschen Regionalrankings gehören würde?


Eine Stadt, über die viele lange eher gesprochen und gewitzelt als nachgedacht haben.

Zu laut. Zu eng. Zu schwierig. Zu wenig Glanz neben dem großen Nachbarn Frankfurt.


Und plötzlich taucht Offenbach als einer der bemerkenswertesten Aufsteiger im neuen Regionalranking 2026 auf.


Nicht wegen eines einzelnen Großkonzerns.

Nicht wegen eines neuen Finanzviertels.

Nicht wegen eines Milliardenprojekts.


Sondern, weil sich dort etwas verändert hat.


Eine neue Energie.

Neue Menschen.

Neue Ideen.

Neue Orte.

Neue Geschichten.


Offenbach gilt lt. IW Regionalranking 2026 als Aufsteiger Nr. 1. Weil sich dort etwas verändert hat und neue Energie, neue Menschen, neue Ideen am Start sind. Das nächste große Ding ist vielleicht näher, als man denkt.
Hier bewegt sich gerade etwas. Das nächste große Ding ist vielleicht näher, als man denkt.


Selbst die Autoren der Studie betonen, dass Offenbachs Entwicklung nicht einfach nur ein Nebeneffekt der Nähe zu Frankfurt sei. Die Stadt habe die Veränderungen „aktiv genutzt“ — durch neue Quartiere, Gründungsförderung und eine neue Dynamik.


Der Offenbacher Oberbürgermeister, Felix Schwenke, spricht seit Jahren davon, dass Entwicklung nur gemeinsam gelingen kann — mit Partnern, Ideen und Menschen, die an ihre Stadt und ihr Umland glauben.


Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Botschaft dieses Rankings:

Regionen müssen nicht perfekt sein, um Zukunft zu haben. Aber sie müssen anfangen, ihre Chancen zu erkennen.


Denn Deutschlands Zukunft entsteht offenbar längst nicht mehr nur dort, wo die höchsten Bürotürme stehen. Sondern zunehmend dort, wo Menschen sich identifizieren, wieder spüren, warum sie an einem Ort leben wollen.



Das nächste große Ding ist regional.


Jahrzehntelang galt fast automatisch:

Die großen Chancen liegen in den Metropolen.


Dort sitzen die Konzerne.

Die Universitäten.

Die Investoren.

Die großen Namen.


Und viele kleinere Regionen schauten dabei oft auf das, was ihnen angeblich fehlte.


Keine Konzernzentralen.

Keine Skylines.

Keine Millionenbudgets.


Doch genau dieses Bild bekommt gerade Risse.


Denn das neue Regionalranking zeigt etwas Überraschendes: Regionen gewinnen heute nicht mehr nur über Industrie und Infrastruktur. Sondern immer stärker über Lebensqualität, Identität, Gemeinschaft und Sichtbarkeit.


Menschen suchen heute mehr als nur einen Arbeitsplatz.


Sie suchen:


  • Orte mit Ausstrahlung,

  • Nähe statt Anonymität,

  • Gemeinschaft statt Austauschbarkeit,

  • Lebensqualität statt Dauerstress,

  • echte Geschichten statt glatter Fassaden.


Vielleicht ist das einer der größten gesellschaftlichen Veränderungen unserer Zeit.


Menschen suchen heute mehr als einen Arbeitsplatz: Sie suchen Orte mit Ausstrahlung mit denen sie sich identifizieren können, Nähe statt Anonymität, echte Stories statt glatter Fassaden ...
Im Café "Altes Gut" verbringen die Gäste eine entspannte Zeit in Freien, während sie bei sonnigem Wetter den malerischen Ausblick auf die grüne Landschaft und das darunterliegende Dorf genießen.

Denn viele Regionen verfügen heute über genau die Faktoren, die in einer überhitzten Arbeitswelt plötzlich an Bedeutung gewinnen:


  • engagierte mittelständische Unternehmen,

  • kreative Kooperationen,

  • bezahlbare Räume,

  • digitale Arbeitsmöglichkeiten,

  • regionale Identität,

  • Lebensqualität,

  • funktionierende Gemeinschaften

  • und die Fähigkeit, Menschen langfristig an einen Ort zu binden.


Letztere ist dabei eine Art Super-Power. Denn genau darum konkurrieren Regionen heute: Fachkräfte, Menschen, die etwas erreichen wollen, Gründende, Familien, Kreative und tragfähige Unternehmen.


Und genau dadurch entstehen neue Chancen. Plötzlich wird das, was früher "weicher Standortfaktor" hieß, knallharte Zukunftsökonomie.


Auch für Regionen, die nie klassische Gewinnerregionen waren.


Die Fähigkeit Menschen langfristig an einen Ort zu binden ist eine Super-Power. Lesen Sie im aktuellen Leitartikel der Powerregionen, "Das nächste große Ding ist regional" mehr darüber.
Die Fähigkeit Menschen langfristig an einen Ort zu binden ist eine Art Super-Power für Regionen und Kommunen. Was früher weiche Standortfaktoren waren, sind heute relevante Bausteine knallharter Zukunftsökonomie.

Natürlich wird nicht jede Kleinstadt plötzlich zum neuen Hotspot. Nicht jede Region wird zur Boomtown. Aber viele Regionen haben mehr Zukunftspotenzial, als man ihnen lange zugetraut hat.


Vielleicht haben sich viele Orte viel zu lange nur durch alte Bilder betrachtet.


Als „strukturschwach“.

Als „ländlich“.

Als „abgehängt“.


Dabei steckt in vielen Regionen längst etwas, das in überhitzten Metropolen zunehmend verloren geht: Nähe. Identität. Persönlichkeit.


Das lässt sich nicht einfach bauen wie ein Gewerbegebiet.



Und vielleicht liegt dort ein Denkfehler vieler Akteure.


Noch immer versuchen viele Regionen vor allem ihre Kulisse zu vermarkten:


  • Fachwerk,

  • Landschaft,

  • Postkartenblicke,

  • Idylle.


Doch Menschen suchen auch mehr als schöne Fassaden.


Sie suchen:


  • Chancen und Möglichkeiten,

  • kreative Energie,

  • Zugehörigkeit,

  • Perspektiven,

  • das Gefühl, Teil von etwas zu sein.


Offenbach verkauft heute nicht Perfektion.

Die Stadt verkauft Bewegung.

Das Gefühl, dass dort gerade etwas entsteht.

Und genau das macht sie plötzlich so attraktiv.



Erfolgreiche Regionen entstehen heute nicht mehr zufällig.


Sie entstehen dort,


  • wo Menschen miteinander arbeiten,

  • wo Unternehmen und Unternehmer sichtbar werden,

  • wo Ideen aufeinandertreffen,

  • wo Gemeinschaft entsteht,

  • und wo Orte anfangen, wieder an sich selbst zu glauben.


Vermutlich ist genau das die eigentliche Stärke vieler Regionen:

Nicht größer zu sein als andere. Sondern echter.



Und genau deshalb ist Regionalentwicklung heute weit mehr als Wirtschaftsförderung.


Es geht nicht mehr nur um Zahlen, Straßen und Gewerbeflächen.


Es geht um die Frage:

Wie erzählt eine Region ihre eigene Geschichte?


Denn Sichtbarkeit wird zum Standortfaktor.


Nicht nur für Tourismus.

Sondern auch für Fachkräfte, Gründer, Familien und Unternehmen.


Menschen ziehen heute nicht mehr nur dorthin, wo Arbeit ist.

Sie ziehen dorthin, wo sie sich ein Leben vorstellen können.



Wir erleben gerade die Rückkehr der Regionen.


Nicht als nostalgische Heimatromantik.

Sondern als moderne Antwort auf eine Welt, die immer schneller, digitaler und austauschbarer geworden ist.


Denn je globaler alles wird, desto wichtiger werden oft die Orte, die sich echt anfühlen.


Orte mit Charakter.

Mit Menschen, die etwas bewegen wollen.

Orte, die mehr sind als Kulisse.


Das nächste große Ding ist deshalb vermutlich regional.



Quellen & Hintergrund




Autorin:


Katja Peteratzinger, Internationale Diplom-Betriebswirtin mit Schwerpunkt Marketing, Publizistin und Medienproduktionerin beobachtet seit Jahren, wie sich Regionen verändern – zwischen Wirtschaft, Digitalisierung, Heimat und der neuen Sehnsucht nach "echten" Orten und Identität. Als treibende Kraft hinter der Initiative Powerregionen entwickelt sie zusammen mit Partnern Ideen rund um den Megatrend Regionalität, wirtschaftliche Kooperationen und digitale Vernetzung.



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